Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
135
Einzelbild herunterladen
 

oder gegen eine monarchische Regierungsverfassnngnicht nachgetreten, so geschah Dies nicht, weil ichetwa glaube, cs sollte irgend ein minder bedeuten-des Interesse vor dem Enrigen in Betracht gezogenwerden; nicht, weil ich eine Heiligkeit in anererbtenTänschungen oder in der feierlichen Strenge derGewalt sehe; nicht als ob ich deshalb leugnete, daßunter gewissen gesellschaftlichen Bedingungen eineRepublik die weiseste Rcgiernngöform sein mag *),oder als ob ich behauptete, daß wo einmal eine

Hätte ich in diesem Werk eine spekulative oderkonjekturale Philosophie der Politik zur Absichtgehabt, so wurde ich ohne Schwierigkeit meineUeberzeugung ausgesprochen haben, dasi wir bisjezt noch kaum über die Schwelle der legislativenWissenschaft hinaus sind, und daß späterhin große,organische Veränderungen in den Regierungsele-menten und de» gesellschaftlichen Zuständen derWelt eintreten werden. Ich vermuthe jedoch, daßdiese Veränderungen einer Koueentration (nicht derMacht aber) der Vollziehung der Macht in diemöglichst wenigen Hände, denen eben so sehr diefür eine solche Koncentration notliwendige Kraftals Verantwortlichkeit zukäme, günstig sein wer-den. Dann wird sich meines Vcdünkcns wol auchHerausstellen, daß das Repräsentativ-System selbstnicht die bewundernswürdige Erfindung ist. fürwelche man es gegenwärtig ausgibt. Allein Diessind entfernt liegende Theorien, welche für die Ge-genwart noch nicht passen und den Träumen desStudirzimmers ansbehalten bleiben müssen. Derist jezt der nüzlichste Politiker, welcher das Stu-dirzimmer an die Zeit anheftet.