Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
134
Einzelbild herunterladen
 

134

Ruhmbegierde in Anspruch nahm und sich mit mei-nen Wünschen verband. Von meiner Kindheit bisans diese Stunde waren mein Interesse und meineStudien auf die Lage der großen Masse gerichtet;für ihre Verbesserung und Erleuchtung war ich ebensowol mühsamer Arbeiter als Enthusiast. Ja ichsage Enthusiast! denn wenn ein Mensch eS aufrich-tig meint, so entflammt ihn Enthusiasmus; wen»er nüzlich wirkt, so leitet ihn Enthusiasmus. Nichtskann unsre Hofnungen für die Menschheit mittenunter deren eigener Beargwöhnung unserer Motiveund der verkehrten Auslegung unseres Bestrebens mitten unter den mächtigen Hindernissen, die sichJedem entgegenstellen, der gegen alte Meinungenankämpft unter den unzähligen Kränkungen, diegl-ichsam die widrigen Winde der Seele sind, durchwelche sie in den Hafen der Thattosigkeit und Selbst-sucht zurükgetrieben wird nichts kann unsre Hof-nungen aufrecht erhalten als jener unbesiegbare, edleEifer, der aus dem Glauben des Herzens an unsreeigene Rechtlichkeit und einer festen Ueberzeugungvon jener Tendenz und Kraft zum Fortschritt ent-springt, den die ganze Geschichte, sowol der Philo-sophie als der Civilisation, uns als das Vorrechtunseres Geschlechtes zusichert! Habe ich mich in ge-wissen umfangreichen und entschiedenen Ansichtenvon vielen Eurer falschen und vielen Eurer wahrenFreunde getrent; bin ich den populärer» Wortfüh-rern des Tages gegen unsere kirchliche Verfassung