Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
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treten. Meinet Ihr, meine Freunde, wenn dieAristokratie nicht exiflirte,wenn ihr Haupt ge-beugt, ihr Halm gebrochen, und sie zum Unkrautund zur Spreu geworfen wäre," *) meint Ihr, Ihrwürdet nicht eben so wachsam gegen jede gefährlichePräsumtion von Seiten des Monarchen sein? Glaubtmir, so lange die Schmiedehämmer von Scheffield inunsre Ohren dröhnen, so lang die Presse Tag undNacht ihr breites Banner entfaltet, das von Johnv' Groatt bis Land's-End weht, ist wenig zu fürch-ten, das kräftige Herz Englands werde in einen sobetäubten Schlummer fallen, daß ein König ohnedessen Einwilligung Armeen zusammenraffen, ohnedessen Wissen Kerker bauen, ohne dessen Genehmi-gung Stenern erheben und uns endlich erwekkenkönte, um die plözlich hereingebrochene Tyrannei zusehen und über die untergegangene Hut der unbe-stechlichen Höflinge zu klage»!

Wirklich, meine Freunde, lassen sich all diealten Argumente für die Nothwendigkeit einer star-ken Aristokratie um einerseits den König, andrer-seits die Gemeinen im Zaum zu halten, jezt durch-aus nicht mehr anwenden. Die beschränkende Machtbegnügt sich nicht, blos eine Schranke zu sein; sieist wie die See und greift, wo sic nicht zurükweicht,überall weiter. Wie wir gesehen, hat sie selbst die-jenigen Potenzen, die ihr entgcgenwirken sollten,

P Jeremias Taylor.