Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
74
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worden wäre? Nein. Lord Grey hatte wol dieMacht, aber es lag ihm nicht daran sie anzuwenden.Er hätte bedenken sollen, daß seinem Sonverain,welcher der eine» Partei verhaßt geworden, um soeher die Dankbarkeitsbezeugung der andern gebiire;hätte, auf das Prunken mit der eigenen Populari-tät edelmüthig verzichtend, den König in dem gro-ßen Gnadenakt als den Ersten und Vorragendenhinstellen hätte wissen sollen, daß die Schau-stellung eines ungern ertheilten Zugeständnisses einSchwächezeichen der Krone, die Kundgebung einesfreudigen Konsenses dagegen ein Pfand ihrer Machtund Großmnth sei. Allein Lord Grey wollte selbstals tzanptbringer des Guten erscheinen; der Vor-hang sollte vor dem Thron zngezogen werden, damitGrey unverdrängt und allein in der ganzen Steifheitprahlender Herablassung auf dem Vordergrund stehe;er wollte die Ehre der Reform zu einem Monopolfür sich machen und den Schein haben, als sei derKönig selbst von ihm besiegt worden. Seht, meineFreunde, das ist die Loyalität eines Aristokraten!

Eine Aristokratie wie die nnsrige, sage ich, isteben so beeinträchtigend für die dem König gebürendeMacht und Popularität, als für die Wohlfahrt desVolkes. ,,Ja," rufen Einige,aber wenn mandie Aristokratie schwächt, schwächt man di- Krone."Ist Das nothwendig der Fall? Ist eine mächtigeAristokratie nothwendig für die Sicherheit desThrons? Seht Euch einmal in der Welt um. Sind