Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
61
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sich mit großem Feuer in das Unverständliche. Verft-machen ist die ernstliche Beschäftigung seines Lebens;er gibt seine Gedichte heraus und erwartet inner-lich, daß sie Ungeheuern Abgang finden werden. Erkann nicht glauben, daß die Welt sich gedreht, daßjede Zeit ihren eigenen Geist hat, daß derjenige sei-ner Zeit aber durchaus unpoetisch ist. Er ver-schwendet Gedanken und Kraft, unüberwindliche Aus-dauer und eine beneidcnswnrdige Fähigkeit, die Ehr-begierde ansschlicslich in einen einzigen Punkt zukoncentrireu, auf ein dürres, nnerspriesliches Stre-ben. Seine Talente flüstern ihmErfolg" zudie Richtung aber, die er denselben gibt, verbürgtihm eben so gewiß die Nichtbefriedigung seiner Er-wartungen. Wie vftle St. Malo's find' ich gekaut!Aber mindestens die Hälfte davon, die armen Teu-fel, haben endlich ihr nächstes Väschen geheiratet,gehen in die Kirche und bauen jezt einen Blumen-garten.

Aber Wer ist jener trokkene, strenge junge Mannmit Verachtung auf der Lippe und einer Brille ansder Nase? Er ist bas Gegenbild des DichtersSchnapp, der akademische Philosophaster. Cr wurdenach Cambridge geschikt, um dort Theologie zu stu-diren, hat den Locke gelesen und ist ein Materialistgeworden. Ich verarge ihm Das nicht, Meinungensind zollfrei; er aber glaubt, Niemand habe ein Rechtzn einer andern Meinung als zur sciuigen. Mitspöttischem Lächeln sagt er:Oh, Locke war ein zugescheider Kopf, um nicht einzusehen, wohin seine