Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
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an Künstlern erhoben, die für nnsere Porzellan-,Seiden- und sonstige allgemeine Luxus-FabrikenZeichnungen zu entwerfen im Stand wären. Manbehauptete, dem Mangel abzuhelfen seien eigeneSchulen nothwendig. Es mag sein; indessen fandenWedgewood, Rundeil und Hellicot, der Uhr-macher, keine Schwierigkeiten in dieser Beziehung,und erst jezt, nach dem fünf und sechzigjährigen Be-stehen der Königlichen Akademie, wurde die Klageallgemein. Mau sollte glauben, die Kraft solcherAnstalten gehe nicht weiter, als jene anständige Mit-telmäßigkeit des Talents zu erschaffen, die des Han-dels und der Mode zum Impuls bedarf. Wirklichist jene Klage nicht gegründet. Wie verschafte sichWedgewood ohne öffentliche Schulen seine Zeich-ner? Im Jahr 1760 vermochten unsre Porzellan-waaren die Vergleichung mit den sranzöstschen nichtauszuhalten. Die Noth fördert, oder, was eben sogut ist, applicirt die Kräfte des Genies. Wedge-wood wandte die Chemie ans die Verbesserung sei-nes Töpfermaterials an, suchte die schönsten undzwekmäßigsten Muster des Alterthnms auf und ließsie mit der ängstlichsten Genauigkeit nachahmen, undendlich ging er das gröste Genie seinerZeit um Zeichnungen und Rath an. Natür-lich mnste er bei so bewandten Umständen reüssiren.Jezt dagegen klagen die Verarbeiter eines viel kost-bareren Materials, ohne sich das Beispiel Wedgc-woods zu Nuzze zu machen, über Mangel an Ta-