Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
44
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Die Kupferstecherkunst befand sich bei unsvor einem Jahrhundert im Zustand der Kindheit;im Lauf wenigerJahre hoben sie Strange, Wood-lett, Earlom, Sharp zur höchsten Blüte; inunserer Zeit jedoch führt die Anwendung der Ma-schinen und das System der Arbeitstheilnng in derPraxis zu einer Vollkommenheit des Strichs aufKosten des Gefühls und der Manigfaltigkeit, indemdie gleichen Mittel auf alle Gelegenheiten angewandtwerden. Es trit Dies bei den Taschenbüchern undAnderem, was von der Mehrzahl unsrer Kupfer-stecher geleistet wird, hervor. Indem man die ed-lcrn Seiten dem Mechanismus aufopfert, zieht mandas Kupferstechen zn einem Handwerk herab, dennKunst im höhern Sinne des Wortes kann man nurDasjenige nennen, was dem Ganzen nach ein un-gehemter Geist durchdringt und wo jeder einzelneTheil der Absicht des Ganzen entspricht und unter-geordnet ist. Doch erhalten John Landseer, Doo,der ältere Eng leheart ?c. den Grabstichel noch aufder Höhe der Kunst. Gleiches kann man von Rey-nolds, dem Meister in schwarzer Kunst sagen. Da-gegen kann sich unser Jahrhundert rühmen, in Be-wick von Newcastle den Holzschnitt zur höchstenVollkommenheit gebracht zu haben; Bewicks Schü-ler, Harvey, sezt das Angefangene mit Ruhm fort.

Ein Wort über die Anwendung der Kunst aufdie Indu strieerz eng nisse. Vor einiger Zeitwurden verschiedentliche Klagen über den Mangel