Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
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Anderer, eines Maffaccio, Signiorelli, während Mar-tin von Niemand borgt«. Allein »nd führerlosdrang er in die tiefsten Höhlen der Vergangenheitund beschaute sich die Urgestalten der untergegange-nen Welt.

Man sehe seine Sündflut: sie ist das ein-fachste und vielleicht das furchtbarste seiner Werke.Poussin hat vor ihm die furchtbare Wüste einer Ue-berschwemmnnz dargestellt, aber nicht die Ueber-schwemmung einer Welt. Mit einer Fantasie, dievon der Wirkung zu der grauenvollen, erhabenenUrsache dringt, gibt Martin in jenem Gemälde zu-gleich eine nicht unwahrscheinliche Erklärung desdargestellten Phänomens, indem man an dem Kü-stern, verstörten Himmel die Konjunktion der Sonne,des Mondes und eines Kometen sieht! Ich betrachteDies als die herrlichste Verbindung der Wissenschaftmit der Kunst, deren sich die Geschichte der Malereirühmen kann. Man sehe ferner den Fall Ninive's;man bemerke, wie auf diesem Bild der Pinsel indie verschiedenen Quellen des Lichtes selbst getauchtscheint: hier der Mond, dort der Blizstral, hierFakkel an Fakkel und dortdie dampfende Verwü-stung" des vorschreitenden Brandes; die einstür-zenden Mauern, der hervorbrechende Feind, die Ver-zweiflung Einiger, die Ergebung Anderer; vornedie Pracht, das Leben, die glänzende Versamlnng,die dem Schiksal verfallene, zum Untergang bereiteSchönheit um den Monarchen her gedrängt im stol-