Druckschrift 
9 (1843)
Entstehung
Seite
118
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digung und Abbitte sich bequemt habe. So mißhandelt,gehöhnt, von Gefahren umringt, oder, um sein eigne»starkes Wort zu gebrauchen, so zur Verzweiflung war ergetrieben worden unter der früher» Herrschaft Heinrich»daß sein Verstand, der, wie kräftig auch bei ruhiger, kalt-blütiger Stimmung, doch von seine» Leidenschaften sichseicht umnebeln und trüben ließ, den sanftmüthigen Kö-nig halb mit seinem heftigen Weibe und seinen hartenund grausamen Rathgebern vermengt, und er geglaubthatte, er würde sich nimmermehr vor dem Mann so weitdemüthigen können, als vor dem Weibe zu thun, ihm dieritterliche Unterwürfigkeit gegen Margaretha'» Geschlechtgestattet hatte. Aber die Milde von Heinrichs Wesenund Gemüthsart die heiligengleiche Würde, die erbei dieser peinlichen Zusammenkunft behauptet hatte, unddie rührende Anmuth, die vertrauensvolle Großherzigkeitseiner letzten Worte Worte, welche die großen Ent-würfe der Rachsucht und des Ehrgeizes des Grafen krön-ten machten den Eindruck auf Warwick, wie die Pre-digt eines heiligen Mannes, der von der erhabenen undreinen Geduld des Erlösers sprach, vor Zeiten auf einengrimmigen Kreuzfahrer machte, der, so unfähig er selbstwar, solche sanftmüthige Tugend zu üben, doch ganz er-griffen und durchdrungen war von ihrer Anbetungswür-digkeit an einem Andern; und, wie bei einem solchenKreuzfahrer, der lebendige, ergreifende Eindruck der sanft-müthigsten und versöhnlichsten Gesinnungen erweckte inWarwicks Gemüthe, in ganz eigenthümlicher Weise, die