43
Fünftes Kapitel.
Das Wiedersehen von Hastings und Katharina.
Am nächsten Morgen, während Edward beschäftigtwar, von seinen wohlhabenden Bürgern alle Anlehen zuerheben, die er ihnen irgend abpreffen konnte, wohl wissend,daß Gold der Nerv des Krieges ist, — während Worce-ster die Feste des Towers, wo die Königin»ihrer Entbin-dung nahe, während des Feldzugs ihre Residenz habensollte, mit Mannschaft besetzte — während Gloucesterfür Kapitäne und Barone Vollmachten schrieb, Truppenaufzubieten — während Sir Anthony Lord Rivers Aus-besserungen an seiner schmucken damaseenischen Rüstungbefahl — und die ganze Schloßfeste belebt und in Unruhewar von dem Gewirre des bevorstehenden Kampfes —entschlüpfte Lord Hastings dem lärmenden Gewühle undbegab sich nach dem Hause Katharinens. AuS welche»Beweggründen, mit welchen Absichten, war ihm selbstnicht klar bewußt; vielleicht — denn in seiner Liebe selbstfür Katharine war Bitterkeit, — vielleicht um sich an derVergeltung, die seinem verwundeten Stolze gebührte, zuweiden, und zu dem Idol seiner Jugend zu sagen, wie erzu Gloucester gesagt hatte: „Eine Zeit ist — eine Zeitwar!" — vielleicht mit einiger Erinnerung an die Treue,die er Sybillen schuldig war, und die um so mehr erwachte,jetzt, wo Katharine endlich aus dem idealen Bild in daswirkliche Weib sich zu verwandeln schien, um welches zuwerben, das zu gewinnen möglich und leicht war. Aber