Druckschrift 
9 (1843)
Entstehung
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dreimal den Brief hinlegte, und sich Thräncn aus denAuge» wischte.

Meine arme Margaretha, was hast Du gelitten!"murmelte er.Selbst diese Schriftzüge sind weniger festund kühn als ehemals. Gut gut!" und endlich machteer sich entschlossen an die Ausgabe. Ein paarmal verän-derte sich seine Miene, und er stieß einen Ausruf derUeberraschung aus. Aber der Vorschlag einer Heirathzwischen Prinz Edward und Lady Anna empörte nichtsein versöhnliches Gemüth, wie dieß bei der stolzen undherben GemüthSart seiner Gemahlin der Fall gewesenwar. Und als er seines Sohnes Schreiben gelesen hatte,ganz erfüllt von der Glut seiner Liebe und vom feurigenGeist seiner Zugend, fuhr sich der König mit der linkenHand über die Stirne, bot dann seine Rechte Warwickdar, und sagte mit einer vor Bewegung zitternden Stimme:Diene meinem Sohn weil er ja auch der Dei-nig eist; gib Frieden diesem zerrissenen.Königreichmach meine Fehler gut drücke nicht zu hart, die gegenuns sich setzen und streiten, und Jesus und seine Heiligenwerden diesen Ehebund segnen!" >

Des Grafen Absicht, als er eine so geheime Be-sprechung mit Heinrich ohne Zeugen suchte, war vielleichtdie gewesen: daß Niemand, auch sein Bruder nicht, dieVorwürfe hören sollte, die er von dem König erwartete;und Niemand später sollte sagen können, er habe gehört,wie Warwick, als Sieger und Rächer in sein Vaterlandzurückgekehrt, in der Stunde des Triumphs zu Gntschul-