Hier wenigstens bist Dn sicher!" und er öffnete den Käfig,und der Staar flog an seine Brust, und schmiegte sich anihn, und rief, mit seiner kleinen, klaren Stimme den mensch-lichen Ton nachahmend: „Armer Heinrich! Armer Hein-rich ! Böse Menschen — armer Heinrich!"
Der König beugte sein sanftes Gesicht über seinenLiebling, und der fette Mops, eifersüchtig auf die von demVogel allein in Besitz genommene Liebkosung, watscheltezu seinem Gebieter heran, mit einem zärtlichen Geheule,und schaute zu ihm empor mit Augen, welche mehr Liebeund Treue aussprachen, als Edward von Vork, der immersuchende und gesuchte LiebeSwerber, je in Frauenaugeugelesen hatte.
Mit diesen Gesellschafter, und mit Gedanken, dieimmer ruhiger wurden und sich mehr und mehr von AllemloSrißen, was am Vormittag sein Interesse rege gemachtund ihn beunruhigt hatte, verharrte Heinrich, bis dieStunde seines Abendessens längst vorüber war. Verwun-dert zuletzt über eine Nachläßigkeit, die — um seinen Ker-kermeistern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen — nie frü-her vorgekommen war, fühlte er, als das Klingeln mitseiner Handglocke unbeachtet blieb — als er keinen Dienerim Vorzimmer fand, und die äußern Thüren wie gewöhn-lich verschlossen waren, und außer den Schritten der Schild-wach« unten im Hof Alles todesstill, einen Augenblicksein Blut von einem kalten Schauer durchrieselt. 'Ließman ihn allein, damit der Hunger in aller Stille seineWirkung thue?' Langsam wandelte er von den äußernButwer» Siomane. VH. 8