vergeben, sie dem gehört hätte, welcher die Hälfte diesesRings schon besaß." Und Katharine nahm aus einepr klei-neu krystallnen Kästchen das unvergessene LiebeSpsand.
„Der gebrochene Ring weissagte nur die gebrocheneTreue," sagte Hastings mit abgewandtem Gesicht.
„Dein Gewissen widerspricht Deinen Worten," ver-setzte Katharine traurig; „ich gelobte Dir meine Treue,wenn Du meines Vaters Einwilligung gewinnen könntest.Welches Mädchen — und dazu eine Nevile —hätte Pflichtund Ehre so vergessen können, daß sie dir Mehr gelobthätte? Wir wurden getrennt. Gehen wir — oh! gehenwir über diese Zeit hinweg! Mein Vater liebte mich zärt-lich; aber wann verstanden sich je Stolz und Ehrgeiz dazu,die kühnen Phantasten eines Mädchenherzens zu berück-sichtigen? Drei Bewerber, reiche Lords, — mit welchendie Verbindung meiner Familie Macht und Stärke ver-lieh, in einer Zeit, wo ihr Leben sogar auf ihren tapfernSchwertern beruhte, warben als Nebenbuhler um GrafSalisburys Tochter. Graf Salisbury hieß seine Tochterwählen. Dein großer Freund, und mein Verwandter,Herzog Richard von Port, sprach selbst für Deine Neben-buhler. Gr bewies mir, daß mein Ungehorsam — fallswirklich, zum ersten Mal, eine Tochter meines Hausesdessen Haupt ungehorsam seyn sollte — ein ewiges Hemm-niß für Dein Glück wäre; daß, so lange Salisbury DeinFeind sey, selbst er nicht Deine Tapferkeit und Dein Ver-dienst lohnen uud befördern könne; daß eS bei mir stehe,Deinem Ehrgeiz Vorschub zu leisten, obschon ich DeineBulwer's Romane. l!IX 4