sprang aus dem Sattel, überließ es seinem Ruß, selbstden Weg in de» wohlbekannten Stall zu suchen, und sprangleicht über das kleine Thor.
„lind Du hast auf mich gewartet, Sybille?"
Das Mädchen entzog sich erröthend der lebhaftenUmarmung und sagte in rührendem Tone: „Mein Herzwartet immer auf Dich. Oh! soll ich Dir danken oderDich schelten für so viele Sorgfalt und Aufmerksamkeit!Du sollst sehen, wie Deine Handwerksleute die rohe Stubein das zierlichste Gemach verwandelt haben!"
„Ach, meine Sybille, ich wollte daß es würdiger wäreDeiner Schönheit und unsrer gegenseitigen Zärtlichkeit!Gesegnet sey Dein Vertrauen und Deine holde Geduld;möge der Tag bald kommen, wo ich Dich in eine edlereHcimath führen kann, und Ritter und Baron die GattinHastings' beneiden höre!"
„O mein, mein Lord!" sagte Sybille,'dankbareThränen in den vertrauensvollen Augen ; aber nach einerPause fuhr sie schüchtern fort: „Trägt der König einerso niedrigen und bescheidnen »nterthanin immer noch soherben Groll nach?"
„Der König ist ergrimmter als je, seitdem Nachrich-te» von Lord WarwickS rastlosen Machinationen in Frank-reich sein Gemüth verbittert haben. Er kann DeinenNamen nicht hören ohne Drohungen gegen Deinen Vater,als heimlichen Lancastrier, auSzustoßcn, und beschuldigtDich der Bezauberung seines Kämmerers — waS freilichwahr ist. Die Herzogin von Bedford steht mehr als je