Druckschrift 
8 (1843)
Entstehung
Seite
115
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bis zum Uebcrstießen. Die Rolle, die er viele Tage langgespielt hatte, war vorüber, und damit auch die fieberhafteAufregung. Seine Entwürfe waren vom Erfolg gekrönt;

die Lancastrier für seine Racheplane gewonnen ! desKönigs Erbe war der Verlobte seines Lieblingskinde«;

und von ferne winkte sichtbar schon die Stunde, wo,übend die ersehnteste Vergeltung, des Vaters Hand dießKind zum Throne dessen geleiten würde, der sie hatte zumStaub hcrabwürdigen wollen. Wenn der Sieg seine san-guinischen Hoffnungen verwirklichte, so mußte die Würdeund Macht des Grasen, als Vater der künftigen Königin,am Hofe LaneasterS größer werden, als selbst in seinensonnigsten Tagen unter den Günstlingen des undankbarenBork: von ihm als dem Stammherrn zweier Linien; wenn Anna keine Nachkommenschaft bekam, sollte die Kroneau die Sühne JsabellenS kommen) mußte, wenn seinEinfall glückte, in jedem Falle das KönigSgcschlecht Eng-lands abstammen. Ehrgeiz, Stolz, Rache, mochten wohllriumphirend der Zukunft entgegenschauen, sofern mensch-liche Weisheit sie zu beurtheilen vermochte. Nie schienüber dem Hause Nevile ein glanzvollerer Stern geschim-mert und gewaltet zu haben; und doch war es dem Gra-fen schwer und traurig ums Herz. Wie er auch vor An-dern seine Empfindungen verhehlt hatte: der hochmüthigeGroll Margarethens mußte ihn doch in tiefster Seeleverwundet und erbittert haben. Und selbst heute, wie erdie heilige Freude in Anna'S Antlitz beobachtet hatte,waren ihm stechende Gedanken schmerzlich durch die Seele

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