Ul
In der großartigen marmornen Schönheit ihres Ange-sichts. Ihre Stimme, unnatürlich ruhig, hielt den Schrittdes weggehenden Grafen auf.
„Lord Warwick — vertheidigt diesen Knaben —stellt seine Rechte wieder her — befreit seine» heiligen-gleichen Vater — und Jahre der Qual und der Verban-nung verzeiht Margaretha von Anjou dem Kämpen undRitter ihres Sohnes!"
In einem Augenblick stand Prinz Edward wieder andes Grafen Seite — noch ein Augenblick, und des Gra-sen stolzes Knie beugte sich huldigend vor der KöniginFreudethränen standen in den Augen ihrer Freunde undVerwandten — ein triumphirendeS Lächeln schwebte aufLudwigs Lippen — und Margarethens Antlitz, furchtbarin seiner steinernen, verschlossenen Ruhe, hob sich empor,gleich als flehte sie den Allerbarmer um Vergebung —wegen der Verzeihung, die sie dem menschlichen Sündergewährt hatte !
Zehntes Kapitel.
Liebe und Hcirath — GewisfcnSzweifel — Häusliche Eifersucht —Faniilienverrath.
Die Ereignisse, welche ans diese stürmische Zusam-menkunft folgten, waren von der Art, wie die Stellung
* Miß Strickland bemerkt über diese Zusammenkunft: „ES .scheint nicht, daß Warwick der Hinrichtung seine« VaterS,de« Grafen von SaliSburv, Erwähnung that, was beinahe