Druckschrift 
8 (1843)
Entstehung
Seite
114
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und geleitet von mütterlicher Besorgnis und von einemnicht ansgesprochenen Mißtrauen entweder in die Treueund Redlichkeit Marwicks, ober in seine Mittel, eine zuErfüllung seiner Zusage genügende Armee aufzubringen.Der tapfere Prinz wünschte selbst als der Vorderste zukämpfen in den Schlachten, die für sein Recht und fürseine Sache geschlagen würden. Aber der Graf behaup-tete zu Margarethens Freude und Ueberraschung, erfromme den Interessen des Prinzen am besten, Englandzu betreten, wenn kein Feind mehr im Feld stehe, Andernüberlastend, seine Pfade zu ebnen und zureinigen, er selbstfrei von allem persönlichen Haß feindlicher Faktionen,und ohne Einen Tropfen Blutes auf dem Schwerte dessen,der angekündigt und ausposaunt werden müsse als Frie-densstifter und parteiloser Versöhner aller Feindschaften.So verpfändete denn, (nachdem diese wichtigen Bedin-gungen ins Reine gebracht,) in Gegenwart der KönigeRene und Ludwig, des Grasen und der Gräfin von Mar-wick, und in feierlicher Pracht, zu Amboise, Edward vonLancaster sein Ehegelöbniß seiner geliebten und liebendenAnna.

Es war weit in der Nacht und ein lärmendesFest im Palaste zu Amboise krönte die Cereinonien diesesdenkwürdigen Tages. Der Graf von Marwick stand alleinin demselben Zimmer, wo er zuerst das Geheimniß desjungen Lancaster entdeckt hatte. Bon der glanzvollen, inden Staatssälen versammelten Gesellschaft hatte er stchunbemerkt weggestohlen, denn sein großes Herz war voll