Druckschrift 
8 (1843)
Entstehung
Seite
110
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ben, zu ihrer Königin Füßen, und riefen beinahe'in den-selben Worten:

Gnade! edle Königin ! Gnade für den großen Gra-fen Warwick!"

Meine Schwester," flüsterte Johann vonCalabricn,Du bist Deines SohuS Verderben, wenn der Graf weg-geht!"

kssczue Dien! Quält nicht meine'MuhmeWenn sie ein Kloster einem Throne vorzieht, so durch-kreuzt nicht ihre heilige Wahl!" sagte der schlaue Ludwig,mit einer höhnischen Ironie nm seinen zusammengekniffe-nen Mund,

Der Prinz allein sprach nicht, sondern blieb stolz aufderselben Stelle stehen, den Grafen anstarrend, wie erlangsam der Thüre zu schritt.

Oh! Edward Edward, mein Sohn!" rief dieunglückliche Margaretha.Wenn nm Deinei umDeinetwillen ich die Vergangenheit zu einem weißenBlatt machen muß so sprich Du statt meiner!"

Ich habe gesprochen," sagte der Prinz sanft,undDu hast mich gescholten, edle Mutter; und doch sprachich, dünkt mich, wie Heinrich der Fünfte gesprochen habenwürde, wenn eS in seiner Hand gestanden hätte, aus ei-nem mächtigen Feind einen edeln Freund zu machen."

Ein kurzes konvulsivisches Schluchzen ward vomThronseffel her gehört; und so plötzlich als es ausbrach,hörte es auch wieder auf. Königin Margaretha stand auf nicht eine Spur dieser stürmischen GemüthSbewegung