163
ihr Erbe die Beute von Knechten und Schelmen — ihrFürst im Kerker — ihres Monarchen Weib, ihres Monar-chen Sohn verfolgt und vom Heimathboden verjagt! Undkommst Du jetzt zu der verlassenen Majestät des Kum-mers, um Dich zu rühmen: das ist mein Werk?"
„Mutter und Lady," begann der Prinz.
„Mach mich nicht wahnsinnig, mein Sohn. Ver-zeihe» geziemt sich für Glückliche, nicht für Mißgeschickund Jammer."
„Hört mich," sagte der Graf, der, nachdem er ein-mal seinen Stolz zu dieser Unterredung gebeugt, sich ge-stählt hatte gegen die Leidenschaft, die er in seinem Her-zen halb und halb verachtete als einen bloßen weibischenAusbruch unwiderstehlicher Tobsucht — „denn ich habedieß Recht, gehört zu werden, daß nicht Einer von diesenRittern, Enern ergebensten und edelsten Freunden, miruachsagcn kann, daß ich mich je herabließ, meine Thatengleißend zu beschönige», oder kühne Thaten hinter tücki-schen Worten zu verstecken. Theuer als Waffengenoffe,— geheiligt wie das Haupt eines Vaters war mir Ri-chard von Kork, mein Oheim durch seine Vermählungmit Lord Salisbury's Schwester. Ich spreche jetzt nichtvon seinen Ansprüchen vermöge seiner Abstammung, (denndiese konnte selbst König Heinrich nicht läugnen,) aber ichbehaupte, selbst vor Euer Gnaden Angesicht und Ohr,daß sie von der Art waren, daß sie mich und. die vielentapfer» und treuen Männer, die sie trotzend allen Gefah-ren, im Feld und auf dem Schaffst, verfochten, gegen die