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theurer zu machen. Er gehorchte mit Freuden der Auf-forderung Ludwigs, begab sich an den Hof, ward Annaals der Graf von F — vorgestellt, sah sich von ihr aufden ersten Blick wieder erkannt, (denn sein Bild ruhteimmer noch an ihrer Brust, wie die Erinnerung an ihnin ihrem tiefsten Herzen,) und hatte zweimal vor demGesang, wovon wir oben berichteten, gewagt, gemäß densüßen Bräuche» von Anjou, der Dame seiner Liebe imSchatten der sommerlichen Gebüsche, von Sternenscheinübergoffeu, ein Ständchen zu bringen. Aber dieß letzteMal war er von seiner frühem Vorsicht abgewichen; bis-her hatte er eine spätere Stunde des Abends gewählt,und sich erst unter das Fenster des Zimmers des Fräuleinsgewagt, wenn der ganze übrige Palast in der Ruhe desSchlummers lag. Und die furchtlose Erklärung seinesStandes und seiner Liebe, wozu er sich jetzt entschlossen,war veranlaßt von einem Manne, welcher zu den ernste-sten, berechnetsten Zwecken die kühnsten Launen und Ein-'fälle des Minstrels, den romantischsten Enthusiasmus desZünglingS zu benützen wußte.
Ludwig hatte so eben von Orfvrd das Ergebniß sei-ner Unterredung mit Warwick erfahren. Und um dieselbeZeit hatte der französische König einen Brief von Marga-retha erhalten, mit der Nachricht, daß sie vom Schloßvon Berdun abgereist seh nach Tours, wo sie ihn bat,alsbald mit ihr zusammenzukommen, und mit der Angabe,daß sie von England Zeitungen erhalten, welche alle ihreEntwürfe ändern, und mehr als je die Möglichkeit einer