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Kleidung schon — welche zu rernachläßigen die Anglo-Normannen jener Zeit als eine Sünde und Verletzungder Selbstachtung ansahen — die gänzliche Umwandlungseines ganzen GemüthSzustandeS, jene schreckliche innereUmwälzung rerrathend, die bei starken Naturen nur durchdie Tyrannei eines großen Kummers oder einer heftigenLeidenschaft bewirkt wird, schien der Graf kaum seine Ge-mahlin zu bemerken, welche hastig aufstand, aber, wie sieseine finstere Miene erblickte, mit der furchtsamen Scheueund Ehrfurcht der Liebe stehen blieb; — er warf sichhastig in einen Sessel, fuhr sich mit der Hand über's Ge-sicht und seufzte tief auf.
Dieser Seufzer zerstreute die Scheue des Weibes,und erweckte in ihr nur das Bewußtseyn ihres Berufs,zu begütige» und zu trösten. Sie trat ihm näher, undsich auf die grünen Binsen zu seinen Füßen setzend, ergriffsie seine Hand und küßte sie — aber sie sprach nicht.
DeS Grafen Blick fiel auf das liebliche Antlitz, dasdurch Thränen zu ihm aufschaute, seine Stirne klärte sichmilder auf, er zog ihre Hand sanft aus der ihrigen, legtesie auf ihr Haupt, und sagte mit leiser Stimme:
»Gott und unsre heilige Jungfrau segnen Dich, sü-ßes Weib!"
Dann, wie er sich umschaute, sah erJsabella, welcheihn mit gespannter Aufmerksamkeit beobachtete, und aufeinmal aufstehend, schlang er seinen Arm nm ihren Leib,drückte sie an seine Brust und sagte; „Meine Tochter,deinet- und der Deinigen willen habe ich Tag und Nacht