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Isabel schwieg und warfeinen bedeutungsvollen Blickauf Anna.
„Nein — sieh!" sagte die Gräfin lächelnd, abertraurig, „auch sie hat Gedanken, die sie mir nicht sagenwill; aber sie scheinen nicht von der Art zu sehn, daß siemeine Besorgniß rege machen müßten, wie die Deinigen.Denn im Augenblick, ehe ich sprach, runzelte sich DeineStirne finster, und ihre Lippe lächelte. Sie hört unsnicht — sprich!"
„Ist cS denn wahr, meine Mutter, daß Margarethavon Anjou hieher eilt; und ist es möglich, daß KönigLudwig meinen Herrn und Vater bereden kann, dem Erz-feind unsres Hauses anders als auf dem Schlachtfeld sichzu nähern?"
„Frage den Grafen selbst, Isabel; Lord Warwickhatkeine Geheimnisse vor seinen Kindern. WaS er immerthut, eS ist das Weiseste, Beste, Ritterlichste — so dürfenseine Kinder wenigstens es immer ansehen!"
Jsabella wechselte die Farbe und ihr Auge flammte.Aber ehe sie antworten konnte, wurde die ArraStapeteaufgehoben und Lord Warwick trat ein. Aber nicht mehrverrteth des Helden Miene und Benehmen jene herzlicheund zärtliche Heiterkeit, welche er bet allen Stürmen sei-nes wechselvollen Lebens gezeigt hatte, wenn er von Ge-walt und Gefahr, vom Rath oder vom Feld in das irdi-sche Paradies des Mannes — in sein mit Tugendengeschmücktes HauS trat.
Düster und in sich versunken, in seiner unordentlichen