Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
128
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Dieser vorgebliche Affekt täuscht uns nicht/' sprachder Dominikaner, der, selbst abgcschnittcn von denBanden des Lebens, nichts von deren Macht kannte.Erwicderc mir blos ans die Dir vorgclcgtc Frage:nenne Deine Mitschuldigen."

Ich habe Dir Alles gesagt. Du hast mir Ant-wort verweigert. Ich biete Dir Trotz: meine Lippenfind verschlossen."

Der Großinquisitor sah seine Amtsgenosscn anund erhob die Hand. Die Collcgcn flüsterten einanderetwas zu; einer erhob sich und verschwand hinter derZcltwand. Augenblicklich flogen die Vorhänge des Zel-tes empor und der Gefangene sah ein anderes Gemach,mit verschiedenen Instrumenten behängen, deren Be-stimmung sich hinlänglich durch ihre Gestalt aussprach,während neben der in der Mitte stehenden Bank einelange, schaudrige Figur stand, die Arme entblößt, dieAugen gleichsam instinktartig ans den Verhafteten ge-richtet.

Almamcn schaute mit festem Blick auf diese furcht-baren Vorkehrungen. Die Wächter am Eingang desZeltes näherten sich, nahmen dem Hebräer die Fesselnvon Händen und Füßen und führten ihn zu der angc-dcutctcn Folrcrstättc.

Plötzlich hielt Jener an.

Priester," sprach er in dcmiithigcrem Tone, alser bisher angenommen,die Nachrichten, die Du mirüber das einzige Kind meines Hauses und meiner Liebemitgcthcilt, verwirrten mich einen Augenblick. Laß mir