vortrefflicher Herr. Hat Granada verlassen, ist fort.Ihr verliert Eure Zeit und verderbt Eure kostbare Ge-sundheit in diesem Nachthau; ist ungesund, sehr ungc-sund zur Zeit des Neumonds."
„Fort! Granada verlassen! — und wohin? —Da! da! noch mehr Gold, Alter! sag mir wohin?"
„Ach! ich weiß es nicht, höchst großmüthiger jun-ger Mann; ich bin bloß ein Knecht, ich weiß nichts."
„Kehrt ste zurück?"
„Kann cS nicht sagen."
„Wer ist Dein Herr? wem gehört dieses HauS?"
Limen schlug die Augen nieder; er blickte zweifel-haft und ängstlich umher und antwortete nach kurzemStillschweigen; „ein reicher Mann, guter Herr, einMaure ans Afrika; aber auch er ist fort; er kommtnur selten zu uns; Granada ist kein so friedlicherAufenthalt mehr, wie ehedem. Ich ginge auch, wennich könnte."
Musa ließ LimenS Arm los, der in das bewegteAntlitz seines Bcsragers mit boshaftem Lächeln sah —denn Limen haßte alle Menschen.
„Du bist fertig mit mir, junger Krieger? Ange-nehme Träume unter dem Neumond! — Du thätestam besten, Dich zur Ruhe zu lege». Leb wohl I Segenüber Deine Milde gegen den arme» alten Mann!"
Musa hörte ihn nicht; bewegungslos blieb er einigeZeit stehen, dann sprach er halblaut mit einem tiefenSeufzer, wie Jemand, der die Herrschaft über sichselbst nach hartem Kampf wieder gewonnen: „Allah