67
Lumpenhunden schwellt der Kamm zu hoch. Gesetzcsglelch.hcit wollen sie — die unverschämten Gotteslästerer!"
„Sohn!" sprach der Dominikaner im Tone derBeschwörung, „Gott, der Euer» Waffen und BeschlüssenGlück verliehen, wird Rechnung über die Euch anver-jraute Macht fordern. Soll kein Unterschied stattfindenzwischen seinen Freunden und seinen Feinden? — sei-nen Jüngern und seinen Kreuzigcrn?"
„Priester," entgcgnete Ferdinand, indem er dieHand auf die Schulter des Mönchs legte, mit einemfinstern Lächeln in der Miene, „schwiege die Religionin dieser Angelegenheit, so wäre die Stimme derStaatswcishcit laut genug, schon allein gehört zuwerden. Die Juden verlangen gleiche Rechte: wenndie Menschen Gleichheit mit ihren Beherrschern ver-langen , so ist der Vcrrath an der Arbeit und die Ge-rechtigkeit schärft ihr Schwert. Gleichheit! diese reichenWucherer! heilige Jungfrau! sie hätten uns in Kurzemunsere Königreiche abgeschachcrt!"
Der Dominikaner sah den König fest an. „Sohn,ich traue Dir," sprach er mit leiser Stimme und schlichaus dem Zelt weg.
5«