wenn er sich an unsere Stunden und Wünsche und ruhigeLebensart zu halten hat, — tausend und tausend Mal einenwirklich lästigen Zwang auflegen, und was wäre die Folgedavon? In einem Jahr ist er mündig und kann uns, wenner will — ganz abschütteln. Ich kenne ihn — mißtrauenSie ihm auch nicht einmal scheinbar — er verdient Ver-trauen. Sie bewahre» ihn am sichersten vor Verführung,wenn Sie zu ihm sage» „Wir vertrauen Dir unfern größ-ten Schatz an — Deine Ehre — Deine Sittlichkeit —Dein Gewissen, Dich selbst."
„Sie aber gehen doch wenigstens, wenn cS einmal soseyn muß, mit ihm," sagte Lady Marie noch nach einigenschwachen Argumenten, die ihr, eines nach dem ander»,widerlegt wurden. ,
'„Ich? weshalb? um von dem jungen Volk, mit dem erdoch nun einmal verkehren muß, ausgelacht zu werden?Daß er sich seiner selbst und meiner schämt — seiner selbstals Milchlutscher und meiner als Amme?"
„Sie waren doch aber auch auf Reisen mit ihm ?"
„Auf Reisen habe ich ihm die Zügel gewaltig lang ge-lassen, Madame, das können Sie versichert seyn; und dannwar er auch noch ein paar Jahr jünger."
„Er ist ja aber jetzt fast noch ein Kind."
„Kind ? Lady Marie. — In seinem Alter hatte ich schonzwei Belagerungen mitgemacht. Es gibt jüngere Gesichterals er ist an den Soldatentischen. Kommen Sic — kom-men Sie — ich weiß schon, was Sie fürchten. — Er machtvielleicht dumme Streiche — sehr leicht möglich — er mag