„Meine theure Lady Marie — unser Knabe mußnach London — wir reiben ihn hier ans!"
„Mr. Greville," rief Lady Marie erbleichend, währendsic ihren Stickrahmen bei Seile schob — „reiben ihn auf?"
„Den Mann in ihm wenigstens. — Ich will Ihnenkeine Angst machen — seine Lungen sind sehr wahrscheinlichin trefflichem Zustand und sein Herz würde ebenfalls unterdem StethoScopc die gelehrte Fakultät vollkommen befrie-digen. Aber meine thenrc Lady Marie —- Percival soll einMann werden — und den Mann gerade reiben Sie in ihmauf, wenn Sie ihn noch länger an Ihr Schürzenband ge-fesselt halten."
„Oh Mr. Greville — ich weiß gewiß. Sie wollen mirnicht weh thun, aber —"
„Ich bitte tausendmal um Verzeihung — ich bin viel-leicht ein Bischen grob — aber die Wahrheit ist auch manch-mal grob."
„Nicht meinethalben habe ich ihn bis jetzt hier gehal-ten ," sagte die Mutter herzlich und mit Thräncn in denAugen, „wenn er sich hier aber einsam fühlt, gibt cs dennnicht tausend Wege ihn zu unterhalten? —"
„Immer nur Tropfen, meine theure Lady Marie —immer nur Tropfen — Percival sollte einmal einen Sprungin'S Meer thun."
„Aber er ist noch so jung, und das entsetzliche London —all' die Verführungen — und er noch dazu vaterlos —"
„Ich fürchte den Erfolg nicht, so lange Percival nochjetzt, wo seine Grundsätze stark und frisch sind und seine