Druckschrift 
4 (1847)
Entstehung
Seite
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Vermögen. Einerseits bemerkte man Weber jene Affectationvon seinem Geschmack, die sich in eingelegten Arbeiten undVergoldungen, oder der malerischen Unbequemlichkeit vonStühlen mit hohen Lehnen und mittelalterlichen Curiost-täten verräth. Andererseits fehlten die Lieblings stücke rau-her gearteter Jünglinge, Abbildungen von Rennpferdenund Fuchsjagden, vielleicht untermischt, wenn der Nimrodzugleich etwas Lovelace ist, mit Portraits von Tänzerinnenund französischen Idealbildern mit der Unterschrift:Iw8oi>," oderIw Uoveillee," oderI/Lspoli," oder,,I,'-I>nr»äo»." Die ganze Wohnung hatte vielmehr einecigenthümliche Physiognomie durch ihre außerordentlicheNettigkeit und heitere Einfachheit. Die Mufselinvorhängewaren mit bunten Blumen durchmustert: Bücher standenin den Nischen; hie und da hingen kleine Gemälde, haupt-sächlich Seestücke gut gewählt und gut vertheilt.

Es hätte vielleicht etwas fast Weibisches iu dem Gan-zen gelegen, wenn nicht die Flügclthüren eine» Einblick inein einfacheres Zimmer mit Fleurets und Borhandschuhenan den Wänden und einem Ballholz in der Ecke, gestattethätten. Das gab der Wohnung wieder ein männlichesAussehen, aber es war die Männlichkeit eines Knaben, halbMädchen in der Seelenreinheit, die das eine Zimmer ath-mete, ganz Knabe in den spielenden Zerstreuungen, welchedas zweite verrieth. Aber so einfach als die ganze Woh-nung war, hatte Becks Auge doch noch nie etwas halb soSchönes erblickt. Er blieb eine Weile in der Thür stehenund starrte verwirrt und geblendet ringsum. Aber seine