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Maxime n.
1.
Mache an deine Kleidung nicht sowohl^ denAnspruch, daß sie bequem sey, als daß sic dir gutstehe. Die Natur kann nicht nachgemacht, wohlaber durch Kunst gesteigert werden. Apelles ta-delte den Protogcnes, daß er zu natürlich sey.
2 .
Verlaß in deiner Kleidung nie ganz den all-gemein herrschenden Geschmack. Die Welt be-trachtet Excentrieität, im Großen, als Genie, imKleinen, als Narrheit.
Z.
Erinnre dich immer, daß du dich Andern undnicht dir selbst zu Gefallen kleidest.
4 .
Erhalte dein Gemnth in den Anklcidestundcnvon allen heftigen Bewegungen fern. Eine filo-sofische Heiterkeit ist durchaus erforderlich, umErfolg zu haben. Helvetins sagt mit Recht: unsreJrrthnmcr gehen ans unfern Leidenschaften her-vor.
5 .
Bedenke, daß nur Diejenigen, deren Mnthüber allen Zweifel erhaben ist, sich erlauben dür-fen, weibisch zu seyn. Nur auf dem Schlachtfeldpflegten die Lacedämonier sich wohlriechender Oelczu bedienen und die Haare zu ringeln.