Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
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6 .

Laß nie crrathen, daß der Schmuck von Ket-ten und Ringen deine eigene Wahl sey. Wasvon Natur den Weibern angehört, das muß manauch nur um ihretwillen zu trage» scheinen. Wiradeln die Kleinlichkeiten , wenn wir sie unter denSchutz einer Empfindung stellen.

' 7 .

Die Neigung der Gebieterin deines Herzenszu gewinnen erscheine in deinem Anzugnachlässig; um sie dir zu erhalten sorgfältig!jenes ist ein Beweis von der Leidenschaft der Liebe,das zweite von ihrer Ehrerbietung.

8 .

Um ein vollendeter Meister in der Kleidungzu werden, muß Einer ein feiner Rechner seyn.Man darf sich nicht auf gleiche Weise kleiden,wenn man zu einem Minister, und wenn man zurGeliebten geht; zu einem geizigen Oheim, oderzu einem prahlerischen Vetter; es gicbt keine fei-nere Diplomatie, als in der Kleidung.

9 .

Ist der bedeutende Mann, den du gewinnenwillst, ein Stutzer, so gehe zu ihm in einerWeste, wie er sie trägt.Nachahmung," sagtder Verfasser des Lakon,ist die aufrichtigsteSchmeichelei."

io.

Wer schön ist, mag sich glänzend kleiden; der