„Haben Sie-s Memoiren gelesen?" fragte
Herr Russelton.
„Nicht! nun wohl, ich dachte, jederman habewenigstens daran geblättert. Ich habe oft denernsthaften Gedanken gehabt, meine Zurückge-zogenheit durch eine literarische Unternehmung zuverherrlichen, durch eine genaue Beschreibung nem-lich meiner Abenteuer in der Welt. Ich denke, ichkönnte auf Begebenheiten und Personen ein neuesLicht werfen, vor dessen Glanz meine Zeitgenossenwie Eulen zurückbebcn würden."
„Ihr Leben," sagte ich, „muß in der ThatStoff ebensowohl zur Belehrung, als zur angeneh-men Unterhaltung darbieten."
„Ja," erwiederte Russelton, „Unterhaltung fürdie Narren, nud Belehrung für Schurken. Ichbin fürwahr ein klägliches Beispiel gefallener Ehr-sucht. Ich brachte die Stärke in alle HalsbindenEnglands, und endige damit, daß ich meine eigenevor einem drei Zoll breiten Spiegel in Calaisknüpfe. Sic sind ein junger Mann, Herr Pelham,im Begriff ins Leben einzutreten, wahrscheinlichmit denselben Ansichten, obwohl bessern Aussichten,als ich; wenn Sie mir gestatten, meiner Neigunggemäß, von mir selbst zu reden, werden Sie fürdie etwaige Ermüdung nicht »»entschädigt bleiben.
Ich kam in die Welt mit einer außerordent-lichen Liebe zum Ruhm, und einer großen Bewun-derung für das Originelle; diese Neigungen hätten