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erborgt ist, das wird gemein. Affektation aus Ori-ginalität ist oft guter Ton; aus Nachahmung ent-sprungen — ist sie immer ein Fehler.
Doch, mein lieber Henry, jetzt muß ich diesenBrief schließen, der schon zn lang ist, um interes-sant zu seyu. Zehn Tage ungefähr nach dem Em-pfang dieses Briefs, hoffe ich Dich zu sehen, undwenn Du mir einen Cachemir-Shawl mirbringenwillst, so wird es mir großes Vergnügen machen,Deinen Geschmack in der Auswahl desselben kennenzu lernen. Gott segne Dich, mein theurer Sohn!
Deine zärtliche Mutter
Frances Pelham."
Nachsch tift. Ich hoffe, Du besuchst öftersauch die Kirche; es bekümmert mich, wenn ich sehe,wie die meisten jungen Leute heut zu Tag so ir-religös sind. Vielleicht kannst Du meine alte Freun-din Madame-gewinnen, daß sie Dir den
Cachemir auswählen hilft. Nimm Deine Gesund-heit in Acht!"
Dieser Brief den ich sorgfältig zweimal durch-ras, erfüllte mich mit ernstem Nachdenken. Meineerste Empfindung war Bedauern, daß ich Parisverlassen sollte; die zweite ein gewisser Jubel überdie neuen Aussichten, die sich mir so unerwarteteröffneten. Das große Ziel eines Filosofen ist: jedeUnannehmlichkeit durch ein Gegengewicht von Er-freulichem auszugleicheu; kann er ein solches nichtin der Wirklichkeit finden, so muß es die Einbil-