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Bei unS beklagten sich die Dichter nach Chancerim fünfzehnten Jahrhundert über den Verfall ihrerKunst—sie ahnten keinen Shakspcare. Werträumte ^zu Hayley's Zeiten vom Aufgang Dvron's? Unddoch kamen Sbakspearc und Byron, wie der Bräu-tigam in der Todesstille der Nacht; und Ihr Volkhat dieselbe Wahrscheinlichkeit, zwar nicht einenzweiten Rousseau, wohl aber einen Schriftsteller,der eine gleiche Zierde Ihrer Literatur wäre, her-vorzubringen."
,,Ich meine," sagte Lady-, ,,man über-
schätzt Noussean'S Julis. Ich hatte von der lVon-vellü Ueloise als Mädchen so viel red-n gehört,und man hatte mir es so oft wiederholt, ihre Lek-' türe sey ein Verderben, daß ich mir das Buch gleicham Tag nach meiner Vermählung kaufte. Ich be-kenne, daß ich es nicht durchbringcu konnte."
> „Darüber wnndre ich m ch nicht," antworteteVincent, „aber Rousseau bleibt dcßhalb nicht min-der ein großer Geist; es ist in d-m Buch keineHandlung, welche den Styl anstrüge; und er selbsthat sehr Reckt, wenn er sart: das Buch eignet sichfür sehr wenige Leser. Ein Brief würde Jeder-maa entzücken; — vier Bände davon werden zumEckel — er heißt da: Rebhühner und immer Reb-hühner. Die Hanptschonheit aber dieses wunder-vollen Erzeugnisses eines leidenschaftlichen uvd tief-sinnigen Gemüthes, liegt in der unnachahmlichenWeise, wie die Gedanken sich verkörpern, und in