Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
39
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aber nicht tief, er weint, aber vergießt keine Thrä-nen. In seiner Nachahmung von Lord Dvron hater das große Wunder umgekehrt: statt Wasser inWein, hat er Wein in Wasser verwandelt. Zudem,ist er so unverzeihlich dunkel. Er denkt mit Ba-chus (Sie erinnern sich Herr von A-des Ver-

ses im Euripides, den ich nicht anführen will)daßetwas Hehres a» den Schatten ist/' aber er hatvon diesem Gedanken eine schlimme Anwendung ge-macht in seiner Dunkelheit ist nichts Erhabenes sie ist nur der schwarze Grund eines niederlän-dischen Gemäldes. Es ist nur ein frischer Heringoder ein alter Hut, was er mit solchem pompösenAufwand von Schatten und Dunkel überkleidet."

Aber seine Verse sind so wohllautend !" sagteLady

Ha," erwiederte Vincent,

Schließt nur der Reim de» Vers mit hübschem Rah-me» ein:

Darf wohl im klebrigen viel Ungereimtes seyn!"

Ach." sagte der Vicomre d'A-t, selbst

ein Schriftsteller von nickr unbedeutendem Namen,ich trete Ihrer Meinung bei: wir werden niewieder einen Voltaire, einen Rousseau scheu."

Diese Klagen, so oft sie auch wiederholt wer-den, sind ungerecht." erwiederte V'ncent.Zwar«in Voltaire, ein Rousseau wird nicht wieder ge-boren weiden, wohl aber Ihresgleichen. Das Ge-nie kann sich nicht in Emem Individuum erschöpfen.