aber nicht tief, er weint, aber vergießt keine Thrä-nen. In seiner Nachahmung von Lord Dvron hater das große Wunder umgekehrt: statt Wasser inWein, hat er Wein in Wasser verwandelt. Zudem,ist er so unverzeihlich dunkel. Er denkt mit Ba-chus (Sie erinnern sich Herr von A-des Ver-
ses im Euripides, den ich nicht anführen will) „daßetwas Hehres a» den Schatten ist/' aber er hatvon diesem Gedanken eine schlimme Anwendung ge-macht — in seiner Dunkelheit ist nichts Erhabenes— sie ist nur der schwarze Grund eines niederlän-dischen Gemäldes. Es ist nur ein frischer Heringoder ein alter Hut, was er mit solchem pompösenAufwand von Schatten und Dunkel überkleidet."
„Aber seine Verse sind so wohllautend !" sagteLady — —
„Ha," erwiederte Vincent,
„Schließt nur der Reim de» Vers mit hübschem Rah-me» ein:
Darf wohl im klebrigen viel Ungereimtes seyn!"
„Ach." sagte der Vicomre d'A-t, selbst
ein Schriftsteller von nickr unbedeutendem Namen,„ich trete Ihrer Meinung bei: wir werden niewieder einen Voltaire, einen Rousseau scheu."
„Diese Klagen, so oft sie auch wiederholt wer-den, sind ungerecht." erwiederte V'ncent. „Zwar«in Voltaire, ein Rousseau wird nicht wieder ge-boren weiden, wohl aber Ihresgleichen. Das Ge-nie kann sich nicht in Emem Individuum erschöpfen.