Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
7
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In dielein Augenblicke trat Bedos ein und flü-sterte mir zu, Madame d'Anville sei im Vorzimmer.

,,Gütiger Himmel!" sagte ick, denn ich kannteihre eifersücktige Gemnthsart,was ist zu tbun?Sie verbinden mich, Madame," und damit faßteich die unglückielige Hausbesitzerin und öffnete dieTbme des hintern Eingangs.Hier können Eieleicht enkwiscken. Lonjour!"

Kanm hatte ich die Tbüre geschlossen und denSchlüssel in die Tasche gesteckt, als Madame d'An-ville eintrat.

Hat Ihre Dienerschaft überhaupt Befehl,mich in Ihrem Vorzimmer warten zu lassen?"fragte sie in hohem Tone.

Uebcrhaupt nein !" erwiede>te ich, und gabmir alle Müke, mir ibr Frieden zu schließen, aber allemeine Artigkeit war umsonst. Sie war eifersüch-tig auf meinen vertrauten Umaang mir der Herzo-gin von Perpianan und froh ocs Vorwands, ihreBitterkeit auszulassen. Ick bin gerade der Mann,der die üble Laune eines Weibes wohl zu ertragen,aber nie zu vergeben weiß; das heißt, sie macht imAugenblick keinen Eindruck auf mich, aber sie läßteine wunde Erinnerung an eine unangenehme Em-pfindung zurück, welche nie wieder zu erneuern, ichmir innerlich fest vornehm-. Madame d'Anvilltwollte nach Luremburg gehen; ick haite keine andreAussicht sie zufrieden zu stellen, als wenn ich siebegleitete.