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2 (1893)
Entstehung
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Die Jch-Sucht

Hilfe eines Wortes denken kann und daß die Sprache in derEntwickelung erst sehr spät zum Bewußtsein hinzutritt. DasDrolligste ist, daß Nietzsche sich selbst ganz besonders für einenPsychologen hält und am meisten dafür gelten will! DerSozialismus stammt nach diesem tiefsinnigen Manne daher,daß „den Fabrikanten und Groß-Unternehmern des Handelsbisher jene Formen und Abzeichen der Hähern Rasse fehlen,welche erst die Personen interessant werden lassen; hätten siedie Vornehmheit des Geburts-Adels im Blick und in der Ge-berde, so gäbe es vielleicht keinen Sozialismus der Massen!!Denn diese sind im Grunde bereit zur Sklaverei jeder Art,vorausgesetzt, daß der Höhere über ihnen sich beständig alshöher, als zum Befehlen geboren legitimirt — durch die vor-nehme Form!!" (Die sröhl. Miss. S. 68.) Die Vorstellung„du sollst!", der Gedanke der Pflicht, der Nothwendigkeit einesbestimmten Maßes von Selbstbeherrschung, ist eine Folgedavon, daß es „zu allen Zeiten, so lange es Menschen gibt,auch Menschenherden gegeben hat und immer sehr viel Ge-horchende im Verhältniß zur kleinen Zahl der Befehlenden"(Jens. v. G. u. B. S. 118). Ein minder Denkunfähiger alsNietzsche wird begreifen, daß umgekehrt Menschenherden, Ge-horchende und Befehlende überhaupt erst möglich waren, nach-dem und weil das Gehirn die Kraft und Fähigkeit erworbenhatte, die Vorstellung „du sollst" auszuarbeiten, das heißt einenTrieb durch einen Gedanken oder ein Urtheil zu hemmen.Der Abkömmling der Mischrassen „wird durchschnittlich einschwächerer Mensch sein" (Jens. v. G. u. B. S. 120), ja der„europäische Weltschmerz, der Pessimismus des neunzehntenJahrhunderts ist wesentlich die Folge einer unsinnig plötzlichenStände-Mischung"; Stände drücken aber „immer auch Abkunfts-und Rassen-Differenzen aus". (Zur Gen. d. M. S. 142.)Die berufensten Forscher sind bekanntlich überzeugt, daß dieKreuzung einer Rasse mit einer andern beide fortschrittlicher