sich auf innere Angelegenheiten, über welche unsdie Nachrichten fehlen. Daher die Unsicherheit unddas Dunkel über die Reihenfolge der jetzigen Groß-meister. Unter Berard führte die alte Eifersuchtzwischen den beiden Orden das entehrende Schau-spiel herbei, daß Templer und Hospitaliter in offe-nem Kampfe sich gegenüber standen. Es kam zuwirklichen Treffen, in welchen besonders Letztere mitsolcher Wuth und solchem Ingrimm fochten, daßsie alle Templer, die in ihre Hände fielen, in Stük-ken hieben.
Die Niederlage derselben soll so groß gewesensein, daß nur ein einziger Tempelritter übrig blieb,um die traurige Nachricht seinen Brüdern im Abend-lande zu überbringen. Mag der Chronist Rainald(bei Natk. karis p. 987) in dieser Angabe zuweit gegangen sein, so viel ist gewiß, daß derTempler Anzahl im Orient immer geringer wurde,und nur der Convent, und die dazu gehörige Mann-schaft noch im Pilgerschlosse wohnte.
Tausende hausten im Abendlands, Ländereienbewachend, deren Gesammteinkommen mehr betrug,als das ganze Königreich Jerusalem je gegeben hatte.Je tiefer des Ordens Ansehen in Asten sank, destokräftiger erhob sich dieser in Europa's Staaten.
In diesen Jahren breiteten sich die Templerauch in Brabant und in den Niederlanden aus.Arras ward ihr Hauptsitz. Die Königin Marga-rethe von Frankreich übergab die Reichskleinodien inGegenwart mehrerer Großen dem Schatzmeister desTempels zu Paris, Peter Bestell, zur Verwahrung.So groß war das Vertrauen, daß man das Kost-barste bei Niemanden besser, als bei den mächti-gen Templern aufgehoben glaubte. Sie erhielt auch,