59
T e r r i c u s.
1198 —1L01.
Von jetzt cm wird die Reihe der Großmeisterunbestimmt, theils, weil sie sich meist von dem Con-vent leiten liessen, und weniger selbstständig, undso ihre Namen selten genannt waren, theils weilder Orden seit der Schlacht von Hittin seinen Mit-telpunkt in Jerusalem verloren, und so wie dasganze Königreich, an mancher inneren Krankheit dar-niederlag. Gilbert starb 1198. Auf ihn folgte(nach einer Bulle des Papstes Jnnocens lil. v.15. Jul. 1198) der mehrmals erwähnte Terricus.Einige Schriftsteller, wie Anton u. a. nennen ohnevollgültige Beweise einen Pontius Rigaldus (Ri-gault, Rigaldo) als Großmeister. Um diese Zeitstarb der so lange in harter Gefangenschaft gehal-tene König Richard Löwenherz von England, dessenTod wir hier nur aus dem Grunde anführen, weiler kurz zuvor bei seiner Beichte mit kräftigen Wor-ten die Templer charakterisirte.
Als der Priester Fulco von Ncuilly ihn auf-fordcrte, seinen verführerischen Töchtern, der Aufge-blasenheit, Habsucht und Wollust zu entsagen, ant-wortete er: Er wünsche alle drei zu vermählen,und zwar den Stolz mit den Tempelherrn, denGeiz mit den grauen (Cisterzienscr) und die Wollustmit den schwarzen Mönchen (der hohen Geistlich-keit)*).
Im I. 1199 wurde der Orden von dem Bi-schof von Sidon in den Bann gcthan, weil er 1300
*) S. Anmcrk. 18.