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1 (1830) Geschichte des Tempelherren-Ordens
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ten Vorrechte des Adelsstandes, als wäre derselbeder Vertreter des Volkes am Throne des Fürsten,und die mittlere Stufe auf der Staatsleiter, irrigsei, haben unsere Chroniken sattsam gelehrt. Su-chen aber die Glieder dieses Standes sich durchwahres Verdienst auszuzeichnen, und geben siedem Aeitgeiste, welcher Gleichmäßigkeit in Lastenund Leistungen fordert, nur in Etwas nach, dannverdient derselbe alle Achtung und Verehrung, dieman seinem Alter zollt; dann wird sich auf jenenmorschen Trümmern ein Gebäude des Glanzes undder Sicherheit erheben, wie cs das Dunkel desMittelalters nicht zu sehen vorbereitet war.

In unserm geistig und physisch aufgeregten Zeit-alter vermögen aber kaum die idealen Vorzügezahlreicher Ahnen, und die reellen alter Privile-gien und Freiheiten, welche dem Adel die höchstenStaatswürdcn und Kriegsstellen sicherten, das Prunk-gebaude dieses Standes zu stützen. Mehrere Staa-ten haben bereits an dieser Veste gerüttelt, und die-selbe schon theilwcise abgetragen.

Welcher Billigdenkende wird nicht dem Glanzedes persönlichen Verdienstes gern eine Abendröthe«erstatten, die nicht bloß das Grabmal, sondernauch das Haus des verdienten Todten beleuchte?Edler Stolz auf berühmte Ahnen, und ein höheresInteresse für. würdige Erben dieser Ahnen sind Ge-fühle, welche tief in des Menschen Natur gewur-zelt sind, und ein solcher Adel wird achtungs-werth bleiben, so lange die Welt steht.

Mir ist der Adel nie anders, als ein geistigerVorschuß erschienen, den das Vaterland auf dasWort der Vorfahren geleistet hat, in der Erwar-