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Buch IV. Fünftes Hauptstück.
Gulden geboten, wenn der König sie ihm für seinen Sohnzur Gemahlin verschaffen wolle. Auf Hoverbecks, seines Ge-sandten in Warschau, Nath, möglichst zu eilen, warb derKurfürst bei der dreizehnjährigen Prinzessin für seinen vier-zehnjährigen Sohn, erhielt ihre Einwilligung, ließ den Prin-17. Jan. zen unter einem Vorwände nach Königsberg gehen und die1681 kirchliche Vermahlung ganz in der Stille vollziehen'). Die Po-len und der König waren darüber sehr aufgebracht und woll-ten den Prinzen, als einen Ausländer, nicht zum Besitze derradzivillschen Güter gelangen lassen, obwohl der Kurfürst we-gen der Belehnung Herzog Albrechts und aus einigen anderenGründen das Jndigcnat in Polen zu besitzen behauptete. Nachmehrfachem Streite und dem Versuche, die Einwendungen derPolen rechtlich zu beseitigen, wirkten Geldsummen, die der Kö-nig, der Bischof von Ermland und Andere erhielten, nachhal-tiger. Der Reichstag wurde von den Anhängern des Kurfür-sten zerrissen und dann, als die Türkengefahr näher rückte,ein Vertrag abgeschlossen, durch welchen der König die Prin-Mai zessin in seinen Schutz nahm. Leider vereitelte der frühe Tod1683 Prinzen die vielleicht weit, bis auf die Krone Polens aus-sehenden Hoffnungen des Vaters. Er schickte nun auf denWunsch des Königs, obgleich streng genommen dazu nicht ver-bunden, weil Polen nicht angegriffen war, 1200 Mann unterden Generalen Truchseß von Waldburg und Barfuß gegen dieTürken, welche doch nur bei der Eroberung Grans thätig sein
konnten. Im nächsten Jahre schlugen sich 2000 brandenbur-
gische Hülfstruppen in einem Gefechte bei Chrozim gegen die
Tataren tapfer, litten aber, wie im vorhergehenden Jahre,
mehr durch Mühseligkeiten und Mangel als durch feindlicheWaffenH.
1) kutsnüork XVIII. §. 27 ff. Kolewiiia nuptisrum perlecit«jilato extrema complemento, guod tarnen accessisss vul^abatur. DiePrinzessin war 7. Februar 1667, der Prinz 28. Juni 1666 geboren.
2) pukvnüork XVIII. §. 87 u. 137. Die Truppen mussten i. I.1683 auf dem Marsche Halt machen unter dem Vorwände, der Kaiserverlange sie erst auf 25. August. Die neuen Unterhandlungen verzöger-ten den Marsch bis zum September. Davon spricht auch König Johannin seinem Brief v. 18. Sept-1683 bci Salvandy. Der König zahlte monat-lich 6000 Lhaler Sold, etwas über 2000 Thaler schoß der Kurfürst zu.