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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Friedrich Wilhelm für Frankreich. 415

Reunionen, wie der Kurfürst wünschte, aufzuhören und, solange Hoffnung zur friedlichen Ausgleichung sei, nicht zu denWaffen zu greifen. Auf Frankreichs Veranlassung erneuertenun der König von Dänemark sein Vcrtheidigungsbündnißmit Friedrich Wilhelm und beide Fürsten kamen zu Itzehoe io. Fcbr.bei einer persönlichen Zusammenkunft überein, für ihr Bünd- 1682niß zur Erhaltung des Friedens mit Frankreich besonders dievier rheinischen Kurfürsten und Schweden zu gewinnen, wasihnen doch nur mit dem Bischof von Münster und dem Kur-fürsten von Köln gelang; dagegen konnte Friedrich Wilhelmden Kurfürsten von Sachsen, den kriegerischen und dem Kai-ser ergebenen Johann Georg III-, nicht von diesem abzichcn').

Als nun Frankreich sicher war keinen ernstlichen Wi- Dccembcrderstand von Seite des Reichs weiter besorgen zu müssen, 1681legte es in Frankfurt seine Foderungcn geradezu vor. Ver-geblich waren die männlichen und echt deutschen Vorschläge desösterreichischen Gesandten Roscnbcrg, der mit Recht die Unei-nigkeit der Fürsten als Ursache der Schwäche des Reichs an-klagte; sowohl hier als nachher in Rcgensburg warfen diebrandcnburgischen Gesandten, vorzüglich Jena, dem Kaiser des-sen geheimes Bündniß mit Frankreich, die dem Montecuculigegebenen geheimen Verhaltungsbefehle, als er zum Kurfürstengestoßen, und die Ucbereilung vor, mit welcher der schimpflichenimwcgcr Friede geschlossen worden. Die Österreicher ant-worteten mit Gegenvorwürfen, daß ja der Kurfürst den gehei-men Rath Meindcrs vorher nach Paris geschickt habe, um ei-nen abgesonderten Frieden zu schliessen, dem sie eben zuvor-gckommcn wären. Als Brandenburg auf die Erhaltung desFriedens drang, da selbst der Verlust Strasburgs nicht sonachtheilig sei als der Krieg, so antworteten die Österreicherbitter, wie man an einen festen Frieden mit Frankreich den-ken könne, während dieses sich des achten Theils des Reichsbemächtigt habe? Der Kurfürst werde nun wohl bald die

1) kufenäork XVIll. §. 70 ff. Münster trat 14. Scpt. 1682,

Köln 27. Februar 168Z zu. Dänemark hatte ein enges Bündniß mitFrankreich 2. Mai 1632 geschloffen, erhielt jährlich 800,000 Livres Sub-sidien, Aussicht auf das Schweden gehörige Bremen und war nun ganzfranzösisch gesinnt.