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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Buch IV. Sechstes Hauptstück.

dem Reichstage zu Rcgcnsburg eine Reichsdefensi'onalverfassungverabredet, aber nicht bewirkt wurde, bemächtigten sich dieFranzosen durch Vcrrath der Reichsstadt Strasburg. NunSept. wurde in Frankfurt von der Reichsdeputation mit Frankreich

1681 über dessen Ansprüche unterhandelt und von den Abgeordnetengestritten über das Ceremonielle, die Excellenz, den Vorrangim Sitzen und Unterschreiben, über den Gebrauch der lateini-schen Sprache. Dann sollte Alles auf dem regensburger

Zi. Jan. Reichstage ausgemacht werden, und erst vier Monate nach der

1682 Wegnahme Strasburgs schlossen einige rheinische und fränki-io, Juni sche Neichsstände ein Verthcidigungsbündniß, dem erst nach

1682 abermals fünf Monaten der Kaiser in Laxenburg zutrat, wah-rend bereits weit früher der weitsehende Wilhelm von Oranicnio. Oct. ein Bündniß mit Schweden gegen die drohenden Fortschritte

1681 Frankreichs geschlossen hatte. Wilhelm scheuete natürlich beider Lage seines Vaterlandes die so gefährliche VergrößerungFrankreichs, ausserdem war dieses der weitern Ausdehnungder statthalterischen Macht, die er so eifrig suchte, entgegenund konnte seinen vielleicht damals schon als Schwiegersohndes katholischen Thronerben vorhandenen Absichten auf denenglischen Thron nur hinderlich sein. Jedenfalls lag Frank-reich immer daran, kräftige Maßregeln der vereinigten Nieder-lande zu verhindern und diesen Staat in Ohnmacht zu erhal-ten. So wurde Wilhelm die Seele aller Entwürfe zum Wi-derstande gegen Ludwigs XIV. Umgriffe. Er hatte schon gleichnach dem nimweger Frieden den Entwurf zu einer Vereini-gung oder Association aller europäischen Mächte gegen Frank-reich gemacht') und gewann zuerst den König Karl XI. vonSchweden. War dieser schon mißmuthig über den so unglück-lich geführten Krieg gegen Brandenburg, wofür die Rückgabedes verheerten Pommerns immer doch keinen Ersatz gab, wurdeer unzufrieden, daß Frankreich weirer keine Subsidien bezahlenwollte, so stieg das zur Erbitterung, als Ludwig XIV. vermögeseiner in den Rcunionskammern ausgestellten Ansprüche vonihm verlangte, er solle wegen seines Stammlandes ZweibrückcnVasall von Frankreich werden, ging daher bald auf des Ora-nicrs Plan zur Association ein und bemühete sich für diese

1) 1H vaux 1'. I. p. 61. Schon seit Oktober 1679.