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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Brandenburgi'sche Seemacht-

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nen Thaler zu fordern hatte, um deren Entrichtung er beitspanischen Hof durch einen besonder» Abgeordneten vergeblichanging, weil Spanien wirklich nicht zahlen konnte, was derKurfürst jedoch nicht glaubte, vielmehr dafür hielt, man wolleihn nur, wie es dort gewöhnlich war, mit leeren Verspre-chungen Hinhalten. Dazu war er besonders darüber erbittert,daß er, seiner Meinung nach, für die Rückgabe niederländi-scher Städte an Spanien habe das schwedische Pommern wie-der herausgeben müssen. Er ließ daher dem Könige von Spa-nien anzeigen, nachdem er durch so vicljahrige Vorstellungennichts erlangt, werde er sich selbst Gcnugthuung verschaffen.

Weil er sich nun selbst in großer Geldverlegenheit, Spanienaber in einem Zustande befand, der ein Wagstück erlaubte, sofasste er den kühnen Entschluß, sich Recht oder Entschädigungzu verschaffen, wie es freilich Frankreich und Holland früherauch gethan hatten. Er bewog Ludwig XIV., daß ihn dieservor einem Angriffe der Spanier von Belgien aus auf Clevesicherte, erhielt von Dänemark, welches doch nicht selbst Theilnehmen wollte, obgleich es mehr als der Kurfürst von Spa-nien zu fodern hatte, den Durchgang durch den Sund zugc- 1680sichert und ließ im pillauer Hafen sechs Fregatten von zwan-zig bis vierzig Kanonen und fast 1000 Mann Besatzung aus-rüsten und diese unter Cornelius van Bevcrcn gegen spanischeSchiffe auslaufen. Diese kleine Flotte bemächtigte sich sogleichbei Ostende eines großen spanischen mit brabanter Spitzen undTüchern beladenen Schiffs von sechzig Kanonen, dessen Ladung inPillau für 100,000 Thaler verkauft wurde. Höchst aufgebrachtüber das kecke Unternehmen eines wie man meinte kleinenMarquis, befahl der spanische Hof dem Gouverneur der Nie-derlande Cleve anzugreifen, was dieser jedoch mit der Vorstel-lung ablehnte, daß das nicht so leicht sei, da man sogar Mühehaben würde Belgien gegen diesen Marquis zu vertheidigen.

Nun beschwerte sich der spanische Hof bei Dänemark und ver-langte Schliessung des Sundes; doch das erklärte, die Bran-denburger wären durchgeschlüpst ohne Genehmigung der Krone.

Auch im Haag und in London beschwerten sich die Spanier, dochohne wesentlichen Erfolg, als der Kurfürst seine Ansprüche undAbsichten darlcgte, obwohl beide Seemächte des Kurfürsten

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