Feldzug in Preussen.
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Tilsit ankamen und sich hier und in der Umgegend cinquar-tierten. Mit dem frühesten Morgen war der Kurfürst auf und so. Jan.marschirte während des strengsten Frostes vier Meilen nach Ku-kernes, drei Meilen unterhalb Tilsits an der Ruß. Als sichdort die von Kalte starrende Mannschaft erholte, kam Nach-richt von Treffenfeld, der in der Nähe Tilsits sechs Compa-gnien Dragoner und ein diesen zu Hülfe eilendes Regiment ge-schlagen, Biele niedergehauen, gefangen und sich des ganzenGepäcks bemächtigt hatte und mehr würde geleistet haben,wenn er von Görzke hinlänglich unterstützt worden wäre. AlsTreffenfeld die eroberte Fahne überbrachte, ernannte ihn derKurfürst sogleich zum Generalmajor und befahl ihm mit 1000Reitern die Feinde ferner zu verfolgen. Die Schweden warenüber Treffenfelds Angriff so bestürzt geworden, daß sie eiligin der Nacht, mit Zurücklassung ihrer Magazine, Tilsit geräumtund sich weiter über die Memel gegen Koadjuten hin zurück-gezogen hatten. Der Kurfürst wusste nicht, wohin sie sich ge-wendet hätten, denn sie konnten den nähern Weg durch Preus-sen über Memel und auch den weitern und wegen Wälderund Hügel beschwerlichem und bei der Feindseligkeit der Be-wohner gefährlichem durch Samogitien eingeschlagen haben.
Dazu war seine Reiterei durch fünf Meilen Marsch sehr er-müdet. Um ihnen aber den nähern Weg durch sein Land je-denfalls zu verlegen, befahl er dem Görzke von Beunruhi-gung der Schweden nicht abzulassen und marschirte vor Tages- st. Jananbruch gerade nach Heidekrug, unfern von der Mündung der ^679Ruß. Wirklich hatte auch Horn den Weg von Tilsit dahineingeschlagen und war schon nur noch eine Meile entfernt vomHeerhaufen des Kurfürsten, als er von dessen Marsche erfuhr.
Sein Nachtrab wurde von Görzke angegriffen und nach einemheftigen Gefechte mit großem Verluste an Gefangenen geschla-gen, der aber dann den rastlosen Treffenfeld, dem er die wei-tere Verfolgung überließ, nicht gehörig unterstützte. Jetzt setztesich der Überrest des schwedischen Heeres und hielt durch Ge-schütze und Verhaue in einem Dorfe die brandenburgische Rei-terei von weiteren Angriffen zurück. Von allen Seiten wur-den Gefangene cingcbracht, welche einstimmig waren über dentraurigen Zustand der Schweden, die fünf Nächte unter freiem
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