Feldzug in Preussen.
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fuhren und Einengung ihrer Marschlinie so viel Nachtheil zu,als er konnte*). Horn erklärte bei seinem Einmärsche nichtals Feind zu kommen, versprach das Eigenthum zu schützen,befahl Lebensmittel zu liefern und drohete für den Fall derWidersetzlichkeit und wenn die Hauser verlassen würden, sie zuverbrennen. Memel ging er vorbei, ohne cs anzugreifcn, dieStadt brannte ab, als zu ihrer Wcrtheidigung die Borstädteeingeäschert wurden. Der Kurfürst hatte zwar bereits i. I.1677, als er einen Angriff auf Preussen besorgte, den Adelund dessen reisige Knechte, eine Anzahl Bürger aus denStädten mit Musketen und den dritten Bauer im Nothfallemit Sensen an Stangen alle zu Pferde aufgebotcn; aber ohnedaß es ausgeführt werden konnte. Auch verzog sich die Gefahr.Die äußerst schweren Steuern, welche er zu fordern, fortwährendzu erhöhen und mit oder ohne Bewilligung der Landstände zuerheben durch seine Lage genöthigt wurde, waren auch nichtgeeignet noch freiwillige Anstrengungen hervorzurufen. DieStände verlangten, der König von Polen solle angegangenwerden Preussen vertraggemäß zu vertheidigen; dagegen wünschteder Kurfürst dessen Einmischung am wenigsten. Als im An-fänge des Jahres neue Besorgnisse entstanden, wollte die Ne-gierung die Bauern der an der Ostsee und der Memel liegen-den Ämter aufbietcn; was der Kurfürst nicht genehmigte,der dazu lieber stehende Truppen anwenden wollte, und im-mer höhere Summen verlangte, weil diejenigen welche dasLand vertheidigten auch von diesem ernährt werden müssten;wogegen nach der damaligen Verfassung die Preussen aller-dings einwenden konnten, der Krieg des Kurfürsten von Bran-denburg mit Schweden gehe sie nichts an
Er hatte sogleich nachdem er von dem Einfalle der Schwe-den Nachricht erhalten, den General Görzke mit 3000 Mannnach Preussen geschickt, vorzüglich um Königsberg zu schützen,dessen Bürgern der Kurfürst nicht trauen konnte, ließ dortauch zwei Regimenter ausheben, zwei andere, welche dort la-gen, vollzählig machen. Er ermahnte die preußischen Stände
t) 1'UeLtruw LuropLeuw XI. 1331. kukenävrl XVll.
r-1 ff-
L) Lacrlo 1'. V, 459 ff.