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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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332
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332 Buch IV. Fünftes Hauplstück.

und erklärte, er hoffe bei seinem Weggänge die Fortdauer ge-genseitiger Freundschaft und werde dem Könige den Schutz sei-ner Lander übertragen. Alles das beschwichtigte natürlich diefranzösische Partei nicht ').

s. Juli Sogleich nach dem Abschlüsse seines Bundes mit demKaiser, Spanien und den Generalstaaten zeigte Friedrich Wil-helm dem französischen Gesandren an, er werde als Kurfürstden Kurfürsten von Trier unterstützen, Frankreich möge diesemund Kurpfalz genugthun. Er müsse zu den Waffen greifen,um Deutschland vom französischen Joche zu befreien und esin den Zustand zurückzubringen, in dem es vor dem Kriegegewesen. Der französische Gesandte verließ Berlin. Der Kö-nig hatte bereits besorgt an Turenne geschrieben, dieser werdesich über den Rhein zurückziehcn müssen, wenn die Branden-burger zu Bournonville stießen; Conde solle gegen die Kaiser-lichen unter de Souchcs am Niederrhcine stehen; zugleich be-fahl er, den Kurfürsten, wenn dieser wirklich gegen ihn auf-trete, feindlich zu behandeln und im Cleveschen Contributioncnzu erheben °).

Als Friedrich Wilhelm im Begriffe war mit 20,000Mann aufzubrechen, bat ihn der schwedische Gesandte Wange-lin nochmals sich nicht zu übereilen und lieber, wie Schwe-den, für Behauptung der Neutralität, d. h. ohne etwas zuthun, Subsidien zu nehmen. Der Kurfürst erwiedcrtc: sein18. August Entschluß sei reiflich überlegt und fest , und marschirte überMagdeburg, anstatt, wie früher bestimmt worden war, nachWestfalen durch das Eichsfeld und den thüringer Wald überden Main nach dem Oberrhein. Er that das ungern, weil ersich nicht zu weit von seinen Staaten entfernen und auch dieFranzosen nicht über die Grenze des Reichs hinaus angreifenwollte, zu dessen Schutze er die Waffen ergriffen hatte. Ervermied es sogar, weil der Herzog Johann Friedrich von Han-

1) kukeaäork XII. §. Z9 ff.

2) Die Schreiben v. 22. Juli u. 23. August 1674 in Ludwigs XIV.Werken 1'. IU. p. 515 u. 521. Er wusste natürlich längst von denUnterhandlungen und war sehr aufgebracht über des Kurfürsten Undank,wie er cs nannte.

3) kulsllävi 5 XIl. §. 41.