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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Verhandlungen mit Schweden. 331

sion von Ludwig XIV. Auch Friedrich Wilhelm stand mitSobicski seit längerer Zeit in sehr gutem Vernehmen und thatAlles, was in seinen Kräften war, um es zu erhalten. KönigJohann hatte dem Kurfürsten sogleich von einem Bündnissegegen Frankreich abrathen lassen und ihn gegen die Türken umeinige tausend Mann Hülfstruppcn über die vom Kurfürstenzu stellende bundesgemäßc Zahl gebeten '), was dieser ablehnte,aber zwölf Compagnien trefflich ausgerüsteter Dragoner anbot.Der König nahm das sehr gut auf und bezeugte sich so langefreundlich, als der Kurfürst nichts gegen Frankreich unternahm,auch schien jetzt während des Türkenkriegs von Polen nichtszu besorgen.

Die Hauptsache war, Schweden zu beruhigen. Der Kur-fürst hatte schon im April den Christoph v. Brandt nach Stock-holm geschickt, um mit dem Könige Karl XI. zu berathen, wie! dem Kriege am Rheine ein Ende gemacht werden könne. Brandtwurde krank und seine Reise verzögerte sich, wohl nicht unab-sichtlich H, bis zum Juni. Als er nun dem Könige anzeigte,

^ der Kurfürst habe sich mit den Verbündeten gegen Frankreichvereinigt, um dem Kurfürsten von der Pfalz und dem deut-^ scheu Vatcrlande beizustchen, welches von Frankreich ohne Ur-sache angegriffen worden sei, so beschwerte sich die in Schwe-den übermächtige französische Partei darüber, daß das gegenden vom Kurfürsten mit Schweden eben erst abgeschlossenenVertrag sei, der vorherige Anzeige bedinge. Der Kurfürstsuchte seinen Schritt sehr gewandt zu rechtfertigen, indem ersich im Frieden von Vossem Vorbehalten dem Reiche beizu-

> stehen. Das sei angegriffen, der Krieg erklärt, der König

selbst, als Rcichsstand, verpflichtet cs zu verthcidigen. Wozuhalte der Kursürst kostbare Truppen als sie zu gebrauchen,l und wie könne er sie besser verwenden als zur Vertheidigung

! des bedrängten Vaterlandes? Dazu sei jetzt die beste Zeit,

! damit nicht unterdessen die Bedrängten unterdrückt und der

! Unterdrücker mächtiger werde. Er schrieb selbst an den König

! t)2selustei epist. 3'. I. p. 643.

L) Es wäre ja sonst für den Kurfürsten leicht gewesen, einen an-^ dern geheimen Rath dahin zu schicken, wenngleich Brandt als dort sehr! dckannt der geeignetste war.