Bund gegen Frankreich.
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mit den Verbündeten verhandelte, genöthigt die FestungenWesel, Rees und Schenkenschanz zu raumen und übergaben Maisie, damit sie nicht von den Holländern besetzt würden, mitallem Zubehör dem Kurfürsten, der sich langst darum sehr be-worben hatte und sie nun voller Freude besetzen und die Werkeeilig ausbessern ließ '). Freilich rechneten ihm die Franzosendieses Geschenk sehr hoch an, allein so bedeutend es sein mochte,so wenig freiwillig war cs. Auch hielt ihn weder das nochdie Bemühung Schwedens ab, seine Unterhandlungen gegenFrankreich fortzusetzen. Er verlangte vom Kaiser die RückgabeJagcrndorfs, weniger im Ernste, als um seinen anderen Fode-rungen mehr Nachdruck zu geben, denn indem das Herzogthumlangst an das Haus Liechtenstein verschenkt war, konnte er esnicht wohl zurück erhalten und dachte auch nicht daran. DerHauptpunct der Unterhandlungen betraf die Summe der Sub-sidien, welche der Kurfürst deshalb höher verlangte, weil seineLander zu erschöpft wären, weshalb er auch lieber 20,000 als15,000 Mann stellen und mit jeder der verbündeten Mächteeinen besondcrn Subsidien-Vertrag schlossen wollte, um da-durch eine größere Summe zu erhalten, was doch nicht ge-lang, weil die Generalstaaten sich weigerten den Bund andersals gemeinschaftlich mit dem Kaiser und Spanien einzugehcn.Vergeblich ließ er seine Foderung rückständiger Subsidien anHolland bis auf den vierten Theil derselben (auf 150,000 Thlr.)herunter, vergeblich schickte er deshalb den General Derflingerzum Prinzen Wilhelm von Dramen nach dem Haag zur völliggeheimen Verhandlung und stellte vor, er habe seit dem Ja-nuar des vergangenen Jahres 1'/- Million Thalcr auf seinHeer verwendet; erst nach sehr schwierigen Verhandlungen überBelauf, Termine, Art und Weise und Geldsorten der Sub-sidienzahlung wurde sein Schutz- und Trutzbündniß mit dem i. JuliKaiser, Spanien und den Generalstaaten gegen Frankreich ab- 1674
1) Schreiben des Kurfürsten an Schwerin vom 19. December 1673bei Orlich S. 16. Er meinte damals schon, wenn die Franzosen dieFestungen, über deren Besatzung sich die Bewohner der Umgegend sehrbeschwerten, nicht ausliefern wollten, könne man ihnen wohl andeuten,der Kurfürst müsse andere Resolution fassen. Bergt. 'I'dea'.r. ILurop. XI.p. öS 2.