Französischer Krieg.
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er von Frankreich absiel, mit dem Kaiser und versprach 10,000Mann Hülfstruppen für diesen zu stellen ').
Der Kurfürst war höchst aufmerksam auf alle diese Ereig-nisse. Er wurde mißtrauisch gegen Frankreich, als dieses dieim Frieden von Vossem bedungene Geldsumme, deren er sehrbedurfte, nicht entrichtete, und fürchtete ganz darum zu kom-men'). Er hatte >5,000 Mann übrig, die er nicht erhaltenkonnte und nicht abdanken wollte. Der unerwartete Tod dcSKönigs Michael von Polen musste ihn noch besorgter machen.
Er beschloß daher im Einverständnisse mit Schweden einedritte Partei zu bilden, um den Frieden hcrzustellen und be-sonders den Krieg innerhalb Deutschlands zu verhindern, imNothfalle den Kaiser mit Gewalt davon abzuhalten und sichwie Schweden Subsidicn dafür zahlen zu lassen, daß er nichtTheil am Kriege nähme. Er erneuerte daher, gegen die Mci- t. Dec.nung fast aller seiner geheimen Rathc, hauptsächlich um sich 107Lfür mögliche Fälle den durch Schweden so sehr bedrohet«:
Rücken zu decken, auf zehn Jahre sein älteres Bündniß mitdieser Macht. Beide versprachen einander zu vcrthcidigcn und ^jetzt die Herstellung des Friedens unter den Krieg führendenMächten möglichst zu befördern; in einem geheimen Artikelaber verabredeten sie, wenn das nicht gelänge, sollte es beidenfrei stehen am Kriege Theil zu nehmen, doch sollte vorherLeder seine Absichten dem Andern mittheilen ^).
Wie es der Kurfürst vorausgesehcn hatte, suchten ihn nunum die Wette Ludwig XIV., der Kaiser und die Holländer an
1) vumont 1. VII. ?. I. p. 233. Das hat Schöll wieder über-gangen. Vergl. Xlpen 277 ff.
2) Schreiben des Kurfürsten vom Octbr. 1673 an den Ober-Präsidenten von Schwerin bei Orlich Beil. S. 13. Hier zeigt er sichhöchst aufgebracht über Frankreich, welches ihm statt baaren Geldes nurWechsel schickte, die er nicht annehmen wollte: „Den ich sehe woll daskein Gelt vorhanden und das man den Narren mit mir spillct. Ich binrecht darüber erfreuet, denn weil sie ihr Versprechen nicht halten, so binich auch nicht schuldig, das meine nachzukummen." Dann beschwerte ersich über die cirelen Versprechungen der Franzosen, die auf lauter Be-trügerei hinausliefen.
3) k>ursnäork X!I. §. 13 — 19. Schöll hat auch diesen wichti-gen Vertrag übersehen.