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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Ludwig XIV. gegen Holland. 307

worfen, als es zugleich besonders für einen Deutschen höchstunklug sein würde, die schon zu große Macht Frankreichs nochzu vergrößern, welches ohnehin kein Recht und keinen Ver-trag achte, wie es eben gegen Spanien und Lothringen be-wiesen. Eine gerechte Ursache, die Holländer, seine Nachbarn,Bundes - und Glaubensgenossen anzugreisen, hatte er ausser-dem so wenig als Frankreich, denn kein christlicher und ver-nünftiger Mensch werde cs billigen, daß man zu den Waffengreife, lediglich um den Stolz der Gcncralstaaten zu dampfen.Sich aber übereilt für diese gegen das mächtige Frankreich zuerklären, welches ihn nicht beleidigt hatte, schien sehr gefähr-lich, ehe man die Gesinnungen des Kaisers, Spaniens undvorzüglich Schwedens kannte. Dann konnte der Krieg nachDeutschland gezogen werden, was der Kurfürst immer zu ver-hindern bemüht gewesen war; ohnehin standen schon französi-sche Truppen im Kölnischen, und die Holländer hatten denBeistand des Kurfürsten noch nicht gesucht, rüsteten auch garnicht angemessen. Die wittsche Partei hätte sich wohl garmit Frankreich aussöhnen und den Kurfürsten in der Gefahrstecken lassen können. Nach dem wirklichen Ausbruche desKriegs unthätig zwischen den Parteien zu bleiben, war er auchnicht zu bewegen, denn es schien ihm, als einem Manne vollhohen Ehrgefühls, unerträglich, alle Nachtheilc, Beschwerdenund Beschimpfungen zu ertragen, welche fast immer den un-bewaffneten Neutralen zwischen Krieg führenden Mächten tref-fen, und von beiden Theilen geplündert zu werden, ohne Aus-sicht aus Vorthcile durch den Frieden. Am sichersten schien eszwar eine dritte Partei zu bilden, wenn das bald geschehenkönne, doch zeigte die Erfahrung, wie langsam man solcheBündnisse schloß, wie wenig sie wirkten und wie schnell siesich auflösten. Man brauchte nur zu sehen, wie lange schonin Regensburg ohne allen Erfolg über das Reichskriegswefenberathen wurde.

So war, welchen Weg man auch einschlug, überall Ge-fahr, der Kurfürst aber entschieden, die Republik nicht zu ver-

dolf August von Braunschweig, welcher Ansprüche darauf machte, in ei-nen bis zu Tätlichkeiten gediehenen Streit, dann langwierigen Proccßgerathcn. kufenüork XI. Z. 46.

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